Intelligentes Energiemanagement senkt Netzbezug um ein Viertel

Neuigkeit – 16. Oktober 2026

Hohe Stromkosten belasten viele Gewerbebetriebe. Das Beispiel des Metall- und Anlagenbauers MAW Eckartshausen zeigt, wie Unternehmen der Kostenspirale entkommen können. Seit knapp einem Jahr sorgen eine PV-Anlage und ein Gewerbespeicher, intelligent gesteuert durch ein Energiemanagementsystem, dafür, dass der Betrieb ein Viertel weniger Strom aus dem Netz beziehen muss.

Wie können Gewerbebetriebe mit hohem Energiebedarf ihre Kosten senken? Der Metall- und Anlagenbauer MAW Eckartshausen in Ilshofen, im Nordosten Baden-Württembergs, kombiniert dafür seit November 2025 eine 256-kWp-Photovoltaikanlage mit einem 215-kWh-Batteriespeicher. Bei der Realisierung der Anlage arbeiteten der Projektierer ingenia, Huawei als Lieferant des Gewerbespeichers und der PV-Inverter sowie meteocontrol eng zusammen.

Die Herausforderung bestand darin, PV und Speicher intelligent zu vernetzen, um möglichst viel Solarstrom direkt im Unternehmen zu nutzen, den Strombezug aus dem öffentlichen Netz zu reduzieren und überschüssige Energie flexibel einzuspeisen. Gleichzeitig muss die Anlage die Vorgaben des Netzbetreibers erfüllen und eine Überschusseinspeisung im Rahmen der Direktvermarktung ermöglichen.

Ein von meteocontrol speziell zur Steuerung und Netzintegration von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern entwickeltes hybrides Energiemanagementsystem koordiniert dafür die Energieflüsse zwischen den Anlagen und dem Netzanschluss. Es sorgt dafür, dass Solarstrom zunächst vor Ort genutzt oder gespeichert wird. Erst wenn keine lokale Nutzung mehr möglich ist, wird überschüssige Energie ins Netz eingespeist. Über eine integrierte Schnittstelle zum Direktvermarkter kann der Strom nahtlos vermarktet werden.

Metecocontrol hat die Steuerung vorkonfiguriert und als anschlussfertigen Schaltschrank geliefert. Dadurch konnte der Installationsaufwand vor Ort deutlich reduziert und die Inbetriebnahme wesentlich beschleunigt werden. Über eine cloudbasierte Monitoringsoftware kann der Betreiber die Energieflüsse von Photovoltaikanlage und Batteriespeicher zentral überwachen.

Wie gut das Zusammenspiel in der Praxis funktioniert, zeigen die ersten Betriebsdaten. Durch die Nutzung und Zwischenspeicherung des eigenen Solarstroms konnte der Metall- und Anlagenbauer seinen Strombezug aus dem öffentlichen Netz um gut ein Viertel senken.

Das Projekt von MAW Eckartshausen zeigt, wie sich PV-Anlage, Batteriespeicher und Energiemanagement zu einem skalierbaren System verbinden lassen. Für Gewerbebetriebe entsteht so nicht nur mehr Eigenversorgung mit Solarstrom, sondern auch zusätzliche Flexibilität beim Umgang mit Erzeugung, Verbrauch und Netzeinspeisung.

Mehr Informationen zu diesem Projekt und viele weitere spannende Best Practice Beispiele aus den Bereichen Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität finden Sie hier: Best Practices für die Sonderschau „Renewables 24/7“

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