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Halbierung der PV-Kosten bis 2020 möglich

Die aktuelle Kostenstudie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigt, dass Erneuerbare Energie zunehmend wettbewerbsfähig wird. In der Studie werden die neuesten Trends für jede der wichtigsten Erneuerbaren Technologien, basierend auf neuesten Kosten- und Auktionspreisdaten von Projekten weltweit, dargestellt.

Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass die Stromerzeugungskosten weiter sinken. Insbesondere durch Wettbewerbe (Auktionen) werden die Kosten sehr schnell, vor allem auch in neuen Märkten, gesenkt. In den Industrieländern ist die Solarenergie bereits billiger geworden als Energie aus neuen Atomkraftwerken. Zwischen 2010 und 2017 fielen die Stromgestehungskosten (LCOE) neuer PV-Kraftwerke um gut 73 Prozent und liegen damit im Kostenbereich fossiler Brennstoffe. Laut IRENA wäre bis 2020 eine weitere Halbierung der Kosten möglich, so dass die LCOE solarer Großkraftwerke bei 3 USD-Cent liegen könnten.

Mit einer Beschleunigung des Zubaus sollten die Kosten für Erneuerbare Energie noch schneller sinken (Lernkurven-Effekt). Die von der IRENA aufgebaute Datenbank umfasst knapp 15.000 Datenpunkte für Stromgestehungskosten aus Projekten auf der ganzen Welt. Dies entspricht einer Stromerzeugungskapazität von gut 1.000 Gigawatt (GW). Eine zusätzliche Auktionsdatenbank enthält mehr 7.000 Projekte mit einer Kapazität von knapp 300 GW. (Quelle: BSW-Solar, Januar 2018)