Indien verfolgt äußerst ambitionierte Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien und plant, bis 2030 eine installierte Leistung von 500 GW zu erreichen, davon 280 GW Solarenergie. Im Jahr 2025 war Indien gemessen an den jährlichen Neuinstallationen der drittgrößte Solarmarkt weltweit und unterstreicht damit seine wachsende globale Bedeutung.
Zur Erreichung dieser Ausbauziele – ähnlich wie in den aktuellen strategischen Diskussionen in Europa – verstärkt Indien seine Anstrengungen zur Stärkung der heimischen Produktionskapazitäten und zur Erhöhung der Resilienz der Lieferketten. Ein zentrales Instrument ist dabei das Production Linked Incentive (PLI)-Programm, das den Aufbau von bis zu 100 GW inländischer Modulproduktionskapazität bis 2026 unterstützt.
Trotz eines stark preisgetriebenen Marktumfelds bietet der indische Solarsektor erhebliche Kooperationspotenziale für deutsche und europäische Unternehmen – insbesondere in den Bereichen Technologie, Produktionsequipment, Qualitätsstandards, Innovation, Netzintegration und Systemlösungen.
Die Positionierung Indiens als Fokusland der Intersolar Europe 2026 bietet somit eine hervorragende Plattform, um Marktchancen sichtbar zu machen, den bilateralen Austausch zu stärken und konkrete Kooperationsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu initiieren.