Indien im Fokus: Events zur Solarkooperation auf der Intersolar Europe 2026

Branchenneuigkeit – 10. Juni 2026

Wenn sich die internationale Solarbranche im Juni auf der Intersolar Europe 2026 in München trifft, steht in diesem Jahr Indien besonders im Blickpunkt. Das Land gehört bereits heute zu den weltweit wichtigsten Photovoltaikmärkten und entwickelt sich zunehmend auch zu einem Produktionsstandort für PV-Komponenten. Für deutsche und europäische Unternehmen eröffnet das neue Chancen – von Technologiepartnerschaften über Maschinenbau und Forschung bis hin zu widerstandsfähigeren Lieferketten.

Das Rahmenprogramm der Intersolar Europe greift diese Entwicklung mit mehreren Veranstaltungen auf, die Marktchancen, industrielle Kooperationen und den Austausch zwischen Indien und Europa in den Mittelpunkt stellen. Neben Fachinformationen und Networking-Formaten stehen dabei auch Fragen der Lieferketten, der Produktionstechnologie und der Rolle von Frauen in der Solarbranche auf der Agenda.

Ein zentraler Programmpunkt ist das IGEF-Networking-Lunch „Trade Agreement and Beyond: India Market Opportunities“ am Mittwoch, 24. Juni, von 12.30 bis 14.00 Uhr im Käfer am See Restaurant am Westeingang der Messe München. Das Format des Indo-German Energy Forum bietet eine Plattform für Austausch und Networking rund um aktuelle Marktentwicklungen in Indien und die daraus entstehenden Geschäftsmöglichkeiten für deutsche und europäische Unternehmen. Im Mittelpunkt steht auch das Matchmaking zwischen Akteuren aus Privatwirtschaft und Politik beider Länder. Für die Teilnahme genügt ein Besucherticket. Am Nachmittag folgt von 15.00 bis 18.00 Uhr der PV-Action Workshop in Raum B13. Der Workshop widmet sich dem Aufbau und Betrieb leistungsfähiger Photovoltaik-Infrastrukturen in Europa und verknüpft dieses Thema mit internationalen Entwicklungen, insbesondere in Indien. Diskutiert werden unter anderem Fortschritte beim Aufbau einer verteilten Pilotlinie in Deutschland, Ansätze zur Absicherung schlüsselfertiger Konsortien durch öffentliche Garantien sowie internationale Pilotlinien und deren Zugänglichkeit für europäische Stakeholder. Ebenfalls am 24. Juni findet von 16.00 bis 18.00 Uhr im ICM, Raum 4, die Veranstaltung „Women Powering Progress: Connecting Women in Solar – From India to Europe and Beyond“ statt. Women Energize Women bringt damit bereits zum fünften Mal Frauen aus der Solarbranche auf der Veranstaltung in München zusammen. Geplant sind ein moderierter Fireside Chat mit Perspektiven aus Deutschland und Indien sowie anschließende Networking-Formate.

Den Abschluss der Indien-bezogenen Veranstaltungsreihe bildet am Abend die „India Meets EU: Solar Night – Networking Reception“. Das Empfangsformat findet am 24. Juni von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Bavaria Lounge statt und ist nur auf Einladung zugänglich. Es soll den Dialog zwischen indischen und europäischen Branchenakteuren in informellem Rahmen fortführen und die im Tagesprogramm behandelten Themen – Marktchancen, Kooperationen und Lieferketten – weiter vertiefen.

Ergänzend zu den öffentlich gelisteten Programmpunkten verweisen die Veranstalter auf weitere Formate, die den bilateralen Austausch stärken sollen. Dazu zählen Gespräche zu gemeinsamen Lieferketten mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA und ein CEO-Roundtable mit hochrangigen Branchenvertretern. Damit wird Indien auf der Intersolar Europe 2026 nicht nur als wachsender Absatzmarkt sichtbar, sondern auch als strategischer Partner für Produktion, Technologieentwicklung und internationale Zusammenarbeit entlang der gesamten PV-Wertschöpfungskette.

Die Wahl Indiens als Fokusland unterstreicht damit einen globalen Trend: Die Solarindustrie denkt ihre Märkte und Lieferketten zunehmend internationaler. Indien steht dabei für enormes Wachstum, steigenden Energiebedarf, industriepolitischen Aufbauwillen und neue Kooperationsmöglichkeiten. Für die Besucherinnen und Besucher der Intersolar Europe bietet das Rahmenprogramm die Gelegenheit, diesen Markt aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen – von politischen Rahmenbedingungen über industrielle Umsetzung bis hin zu Netzwerken, die die Energiewende personell und gesellschaftlich voranbringen.

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