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Zellen und Module: Dauerwettlauf um mehr Effizienz

Kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, technische Optimierungen sowie der Wettbewerb treiben die Großserienproduktion immer leistungsfähigerer und zugleich kostengünstiger Solarzellen und -module voran. Und hierbei hat sich in jüngster Zeit viel getan, sei es bei monokristallinen Zellen und Modulen, PERC, Topcon, Halbzellen, Heterojunction, nahtlosen oder bifazialen Modulen. Beinahe wöchentlich vermelden die Unternehmen neue Wirkungsgradrekorde. So präsentierte ein führender Hersteller diesen Januar ein monokristallines Modul mit einem Wirkungsgrad von 22,39 Prozent, eine Verbesserung um rund zwei Prozent innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, die Produktionskapazitäten für monokristalline Module mit großen Wafern weiter ausbauen zu wollen, ebenfalls ein wichtiger aktueller Trend in der Branche. Ebenfalls im Januar gab ein weiterer führender Hersteller zwei neue Wirkungsgradrekorde für seine bifazialen p-type und n-type Heterojunktion-Module bekannt. Sie erreichten laut unabhängiger Bestätigung eine maximale Effizienz von 21,82 bzw. 22,49 Prozent. Erreicht werden konnten die Verbesserungen in der Serienproduktion dem Unternehmen zufolge durch eine neue Anti-Reflexbeschichtung sowie eine verbesserte Metallisierungstechnologie. Auch wurde die neue „Tiling Ribbon“-Technologie in die Anordnung der Solarzellen integriert, womit Lücken zwischen den Solarzellen eliminiert und der Ertrag optimiert werden kann. Die Analysten von IHS Markit erwarten denn auch, dass der Marktanteil von bifazialen Modulen, welche auch die Rückseite zur Sonnenstromproduktion nutzen, bis 2022 auf ein Drittel der weltweiten Produktion wachsen wird. Auch bei der Dünnschichttechnologie tut sich im Übrigen einiges. So erreichten Wissenschaftler vom Schweizer Empa-Institut im Labor vor einiger Zeit für CIGS-Solarzellen erstmals einen Wirkungsgrad von 20,8 Prozent.

Die Intersolar Europe 2020 in München bietet jedenfalls eine gute Möglichkeit sich aus erster Hand über die wichtigsten Neuerungen im Bereich Zell- und Modultechnologie zu informieren.

Solarzellen auf der Intersolar Europe