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Solarstrom von nebenan kaufen

Digitalisierung und erneuerbare Energien revolutionieren den Stromhandel und -vertrieb. Als weltweit erstes kommunales Unternehmen haben die Wuppertaler Stadtwerke im November 2017 einen Handelsplatz für Ökostrom gestartet, auf dem die Transaktionen mit Blockchaintechnologie ausgeführt werden. Kunden können ihren Strom bei lokalen Ökostromanbietern erwerben und ihren Energiemix selbst zusammenstellen. Das Stadtwerk kümmert sich als Mittler zwischen Produzenten und Konsumenten um die Abrechnung.

Auch die Direktvermarktung bietet Solarstromerzeugern neue Wege des Absatzes und Energieversorgern sowie Wohnbaugesellschaften neue Möglichkeiten der Kundenbindung. Mit dem Mieterstromgesetz hat der Bund im vergangenen Jahr einen ersten ordnungsrechtlichen Rahmen dafür geschaffen. Als neuen Fördertatbestand hat er für Strom aus neuen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung bis 100 kW den sogenannten Mieterstromzuschlag in das Erneuerbare-Energien-Gesetz aufgenommen.

Von Mieterstromprojekten profitieren alle: Für Eigentümer erhöht die Installation einer Photovoltaikanlage den Wert ihrer Immobilie. Mieter können günstigen, sauberen Strom beziehen und ihre Wohnnebenkosten senken. Wohnbaugesellschaften können attraktiven Wohnraum schaffen, der sich besser vermarkten lässt. Unabhängige Dienstleister können die Direktvermarktung als Contracting anbieten und die Planung, die Finanzierung und den Betrieb der Photovoltaikanlagen sowie die Stromlieferung übernehmen.