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PV, Wind und Speicher im Kombipack

Immer mehr in den Fokus rücken erneuerbare Hybridkraftwerke. Hierbei wird Photovoltaik mit Windkraft oder anderen erneuerbaren Energien plus Speichern kombiniert. Hybridkraftwerke können die Stromversorgung vor allem in netzfernen Regionen im Inselbetrieb sichern als auch möglichst gleichmäßig ins Netz einspeisen und Netzdienstleistungen übernehmen.

In Indien wird derzeit das weltweit größte PV-Wind-Hybridkraftwerk entwickelt. Im August 2018 schrieb die staatliche Solar Energy Corporation of India (SECI) den Bau einer 160 Megawatt (MW) Anlage im Bundesstaat Andhra Pradesh aus. Photovoltaik soll 120 MW beisteuern, Wind 40 MW, dazu eine Batterie mit einer Speicherfähigkeit von 40 MW. Allein in Andhra Pradesh sollen bis zum Jahr 2022 kombinierte PV-Windkraftwerke mit einer Leistung von drei Gigawatt errichtet werden.

Erste positive Erfahrungen mit einem hybriden PV-Wind-Kraftwerk konnte auch eine Bürgerenergiegesellschaft in der Eifel sammeln. Dort wurden ein 5 MW Solarpark und eine 3 MW Windkraftanlage gemeinsam über ein Kabel an einen gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt angeschlossen. Die kombinierte Nutzung führt dazu, dass nur wenig der jährlichen Erträge der Anlage abgeregelt werden müssen (rund 0,5 Prozent). Zudem wird gleichmäßiger eingespeist, was der Stabilität des Stromnetzes zu Gute kommt. Zusammen genommen erreicht das hybride PV-Windkraftwerk einen hohen Nutzungsgrad von jährlich bis zu 3500 Volllaststunden. Ein wichtiger Kostenvorteil ergibt sich durch die Einsparung von Netzanschlusskosten durch den gemeinsamen Anschlusspunkt. Hierdurch können die Stromerzeugungskosten der Anlage um circa 0,5 Cent/kWh gesenkt werden.

Intersolar Europe Conference - PV Power Plants Vorträge

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