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Eigenverbrauch immer attraktiver

Angesichts sinkender Modul- und Anlagenpreise, steigenden Tarifstrompreisen sowie technischer Innovationen wird der Eigenverbrauch von Solarstrom immer attraktiver. Besonders interessant ist dies für PV-Anlagen, die ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen.

Die Unternehmensberatung IHS Markit prognostiziert, dass allein die europäischen Modulpreise für Solaranlagen in diesem Jahr um 30 Prozent sinken werden. Damit wird der Kostenvorteil der eigenen Solarstromnutzung gegenüber dem Bezug von teurem Tarifstrom nochmals größer. Durch den Einbau eines Batteriespeichers, von Wärmepumpen, Elektroheizstäben für die Warmwasserbereitung oder das Laden eines Elektroautos kann der Eigenverbrauch weiter erhöht werden. Bei der Nachrüstung von PV-Anlagen, die in zwei Jahren aus der Förderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) fallen, ist hierbei der erste Schritt, die Einspeiseelektrik von Volleinspeisung auf Eigenversorgung umzurüsten, so Jörg Sutter, Vizepräsident der Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Allerdings sollten beim Anschluss von Batterien oder Ladestationen für E-Fahrzeuge nicht nur die Erträge der eigenen PV-Anlage, sondern auch die Kompatibilität der Elektronik der Wechselrichter und der Verbrauch im Haushalt sowie dessen Spitzen beachtet werden, rät Sutter. Auch regulatorische Bedingungen wie die Höhe der EEG-Umlage sollten berücksichtigt werden, denn auch nach Auslaufen der Einspeisevergütung unterliegen die Anlagen noch dem EEG. Spanien ging nun mit gutem Beispiel voran und beschloss im Oktober 2018 die Abschaffung der umstrittenen „Sonnensteuer“ auf selbst produzierten Solarstrom. Alle Gebühren für die selbst genutzte Energie entfallen und bürokratische Hürden für die Registrierung der Anlagen werden abgebaut.

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