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Photovoltaik in Afrika immer beliebter

Infolge sinkender Kosten, einem zunehmenden Energiebedarf, steigender konventioneller Strompreise und hoher solarer Einstrahlung liegt Photovoltaik in Afrika immer mehr im Trend. Neben Solar Home Systems und solaren Wasserpumpen werden zunehmend Mikro-Grids, große Dachanlagen und Solarparks installiert.

Vor allem große, international tätige Energiefirmen investieren verstärkt in Mikro-Grids (Inselnetze) in netzfernen Gebieten Afrikas, um nicht nur einzelne Haushalte, sondern ganze ländliche Gemeinden mit Solarstrom zu versorgen, so beispielsweise in Tansania. Laut Prognosen von Bloomberg NEF werden bis 2030 weltweit 32 Millionen Haushalte in abgelegenen Regionen zusätzlich an Inselnetze angeschlossen sein, viele davon in Afrika. Doch auch in Großstädte werden solar gestützte Inselnetze immer beliebter, die bedarfsweise zur Notstromversorgung oder netzgekoppelt betrieben werden können. Eine entsprechende 756 Kilowatt (kW) starke PV-Anlage ist beispielsweise auf dem Dach des Hauptquartiers eines international tätigen Energie- und Solarunternehmens in Johannesburg installiert.

Ein Trend ist auch die Ergänzung bzw. Umrüstung von Dieselaggregatoren und -kraftwerken von Minen mit Photovoltaik und Batteriespeichern, beispielsweise in Ländern wie Sambia. Im Kommen sind auch gewerbliche Dachanlagen. So deckt eine 1,6 Megawatt (MW) PV-Dachanlage den größten Teil des Strombedarfs der Maerua Mall in Windhoek. In jüngster Zeit werden in einer Reihe von afrikanischen Ländern auch immer mehr große Solarparks im zweistelligen Megawattbereich realisiert, so in Südafrika, Nigeria oder dem Senegal. In Mali wird derzeit die mit 50 MW größte Freiflächenanlage Westafrikas gebaut, deren Solarstrom über einen Liefervertrag (Power Purchase Agreement) mit einer 28-jährigen Laufzeit von dem Energieversorger Electricité du Mali abgenommen wird.

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